5. Dairy Grand Prix 2010 in Rotholz
Die wichtigste Schau für Milchrassen

 

Am Wochenende des 20. und 21. März 2010 war es wieder einmal so weit. Ganz Österreich und die umliegenden Nachbarländer schauten nach Rotholz. Rinderzucht Tirol und die Arge Holstein organisierten den 5. Dairy Grand Prix und luden Österreichs Milchrassen dazu recht herzlich ein. Zum Auftrieb gelangten Tiere der Rassen Holstein, Braunvieh, Jersey, Pinzgauer, Grauvieh und Fleckvieh, unter anderem eine Gruppe mit RH-Faktor.

Das Preisrichten der einzelnen Klassen durch den Preisrichter Markus Gerber, Schweiz und seinem Assistentpreisrichter und Ringman Matthias Süess, ebenfalls aus der Schweiz. Um den ganzen Tag in Spannung zu halten, wurden die einzelnen Rassen nicht hintereinander, sondern immer abwechselnd gerichtet und mit Spannung dann der Höhepunkt der einzelnen Rassen, die Wahl zum GP Champion 2010, erwartet.

BRAUNVIEH
Braunvieh Austria war mit insgesamt 60 Tieren am Start. Davon konnte Niederösterreich mit einem Kontingent von vier Tieren teilnehmen.

Bei Braunvieh zeigte sich ein hervorragendes Bild von den ausgestellten Tieren über die sechs Bundesländer. Die Kollektion aus Niederösterreich, bestehend aus bereits schauerprobten Tieren, präsentierten die niederösterreichische Braunviehpopulation perfekt.

Niederösterreichs Braunviehkühe
Für Niederösterreich an den Start gingen die Payoff Jungkuh KYRILL vom Betrieb Lindner Monika und Johann aus Ybbsitz, und bei der „Klasse Kühe mit 4 bis 5 Jahre“ die Pronto Tochter LOVELY, welche in Niederösterreich kein unbeschriebenes Blatt mehr ist und von ihr bereits Stiere an die Besamung angekauft wurden. Auch Gerhard Dorninger zeigte mit der Energy Tochter MILLI - ET in der Klasse „Kühe mit 4 bis 5 Jahre“ Stärke. Milli konnte sich vor zwei Jahren schon am 4. Dairy Grand Prix erfolgreich präsentieren und weiters holte sie sich den Titel Miss Niederösterreich 2009 bei der Landesrinderschau in Wieselburg. Die Nö-Gruppe komplett machte dann die Huscos Tochter SORAYA von Anna und Anton Neuhauser aus Kirnberg an der Mank. Sie startete in der Klasse „ Kühe über 5 Jahre“. Auch sie war bereits auf großen Schauen vertreten.

Grand Prix Champion Braunvieh
Schlussendlich musste sich Niederösterreich der enormen Konkurrenz aus Tirol und Vorarlberg geschlagen geben.
Der Grand Prix Champion Braunvieh ging an den Tiroler Braunviehzuchtverband mit der President Tochter SIMONE von Hubert Egger aus Weerberg. Eine perfekte sehr ausbalancierte Kuh mit besten Eutertexturen. Der Grand Prix Reserve Cahmpiontitel ging an die Prunki Tochter MARA (aus der bekannten Denmark Mendy von Stafan Klocker, Zillertal) vom Betrieb Eugen Pfeifer, Gaschurn, aus dem schönen Vorarlberg.

Nö.Genetik Holsteins erfolgreich wie nie zuvor mit den meisten Top 3 Platzierungen aller Bundesländer


Die niederösterreichischen Holsteinzüchter waren mit 16 Top Tieren vertreten. Beim Rundgang durch die Stallungen und im Gespräch mit dem Fachpuplikum kristallisierte sich heraus, dass Niederösterreich eine der besten Länderkollektionen zusammengestellt hatte. Die Qualität der Schautiere hatte internationales Niveau.

In der ersten Gruppe kamen die jüngsten Kühe in den Ring, den hervorragenden zweiten Platz erreichte die mit extrem viel Typ und besten Fundamenten ausgestattete Lee-Tochter Sternblume (MV: Zebo) der Fam. Kronberger aus Ardagger. Den neunten Platz belegte die enorm breite und sehr gut entwickelte Damion-Tochter Roxydellia (MV: Champion) von der Familie Pöchhacker aus Purgstall. Den 12. Rang belegte die jüngste Kuh der Schau, die Duplex –Tochter Cipababy (MV:Laudan) der Fam. Strohmayer aus Ardagger. Dieser feinzelligen Kuh gehört sicherlich die Zukunft.
In Gruppe 1 stellten sich 18 Tiere dem Preisrichter Markus Gerber aus der Schweiz
In der 2.Gruppe bestehend aus 12 Tieren platzierte sich die rote Classic-Tochter Mareike (MV:Sonnyboy) der Fam. Strohmayer auf dem hervorragenden 3.Platz. Diese entwicklungsfähige Jungkuh überzeugte mit Stil, besten Fundament und einem Euter der Extraklasse.
In Gruppe 3 waren die niederösterreichischen Farben durch vier Tiere vertreten. Den ausgezeichneten 4.Platz sicherte sich die schwarze Talent-Tochter (MV:Champion) der Fam. Strohmayer aus Ardagger. Diese Jungkuh konnte mit tollem Typ, besten Beinen und einen extrem hoch angesetzten Hintereuter überzeugen. Den 6.Platz sicherte sich die mit viel Milchtyp  ausgestattete Goldwyn-Tochter Maidy (MV:Zebo) der Fam. Kronberger aus Ardagger. Den 7.Platz erkämpfte sich die harmonische mit tiefer Rippe ausgestattete Skywalker-Tochter Medina (MV:Boss Iron) der Fam. Kronberger aus Ardagger. Platz 11 holte sich die dunkle, extrem  typvolle und mit einem super Euter ausgestattete James-Tochter Luna (MV:Igniter) von der Fam. Ebner aus Wallsee. Sage und schreibe 23 Tiere waren in dieser Monstergruppe vertreten. Umso beachtlicher die Platzierungen der niederösterreichischen Tiere.
Die 4.Gruppe brachte die Überraschung aus niederösterreichischer Sicht. Den Gruppensieg holte sich die Laudan-Tochter Hopsi der Fam. Beiglböck (Biobetrieb und Holstein Obmann) aus Zöbern. Diese weiße extrem ausbalancierte Kuh bestach durch ihr bestens aufgehängtes und breites Hintereuter und den phänomenalen hohen Euterboden. Den 3.Rang belegte die schauerfahrene Goldwyn-Tochter Olli (MV: Bench Eddie) vom Betrieb Haider aus Artstetten. Diese tiefschwarze kapitale Kuh konnte mit super Fundament und Spitzeneuter überzeugen. Olli ist auch Stiermutter bei Genostar.
Die Hammergruppe war wohl die 5. Gruppe. Zahlreiche nationale Schaugrößen waren vertreten. Den sehr guten 8.Rang belegte die Siegerin der 3.Nö.Genetik Holsteinschau die Lee-Tochter Janette (MV Integrity) von der Fam. Kronberger aus Ardagger. Diese tolle Typkuh konnte voll überzeugen. In dieser Gruppe gingen 19 Tiere an den Start!
In der Gruppe 7, die erste Gruppe der älteren Gruppe musste sich die mit bestem Euter und Beinen ausgestattete Trailor-Tochter Flanke (MV: Airport) von der Fam. Kronberger aus Ardagger nur ganz knapp der späteren Senior-Champion Kuh aus Salzburg geschlagen geben.
Den 7.Platz belegte die mit schönem Seitenbild ausgestattete Rudolph-Tochter Oase (MV:Armagnac) von der Fam. Haider aus Artstetten. Diese Kuh entstammt derselben Familie wie die Goldwyn-Tochter Olli. Eine immer interessanter werdende Kuhfamilie.
In der letzen Gruppe, Kühe über 60.000 kg LL holte sich die bekannte Airport-Tochter Fürstin (MV:Toni) der Fam. Kronberger aus Ardagger den ausgezeichneten 2.Platz. Fürstin hatte mit 83.564 kg Milch (7 Abkalbungen) die höchste Lebensleistung aller ausgestellten Holsteins vorzuweisen. Fürstin präsentierte sich mit enorm viel Kraft und spitzenmäßigen Euter sowie stahlharten perfekten Fundament. Diese Kuh ist sicherlich eine Ausnahmekuh in der österreichischen Holsteinzucht. Den 4.Platz belegte die älteste Kuh der Ausstellung, die mit enormer Rippe ausgestattete Rudolph-Tochter Hanke (MV:Belt) der Fam. Strohmayer aus Ardagger.

Junior Champion Wahl
Bei der Junior Champion Wahl (schönste Jungkuh Österreichs) war Niederösterreich mit 2 Kühen vertreten. Die Lee-Tochter Sternblume der Fam. Kronberger aus Ardagger und die Laudan –Tochter Hopsi der Fam. Beiglböck aus Zöbern. Sensationell holte sich die weiße Laudan-Tochter Hopsi den JUNIOR-RESERVE Titel . Der Junior Titel ging in die Steiermark

Senior Champion Wahl
Bei der Wahl des Senior-Champions war Niederösterreich mit dem Mutter-Tochter Gespann Airport-Fürstin und Trailor-Flanke  der Fam. Kronberger aus Ardagger vertreten. Diese wohl einzigartige Konstellation auf einer Bundesschau ist ein beachtlicher Erfolg.
4 Senior Kühe stellten sich dem Preisrichter. Der Senior Titel ging nach Salzburg und der Reserve Senior Titel in die Steiermark.

Gesamt-Champion
Unangefochtener Gesamt-Champion wurde die herausragende Linjet-Tochter Royal (MV. Zicostar) der Fam. Großpötzl aus Oberösterreich. Die niederösterreichischen Holsteinzüchter gratulieren zu dieser Ausnahmekuh.

Für die vorbildliche Betreuung der Tiere durch Peham Sepp, Teufl Michael, Tatzberger Gerhard, Halbertschlager Gerlinde, Fam. Kronberger, unseren Fittern Bachschweller Martina und Unterbrunner Wolfgang und natürlich Michael Lang mit seinem Team möchte ich mich besonders bedanken.

Manfred Wagner, August Knittl-Frank