1. Nö. Vereinscup und Landesschau 2018

Rinderzuchtvereinssieger: Persenbeug
Champions: Ältere Kühe
Champions: Mittlere Kühe
Champions: Euter
Finale der älteren Kühe
Finale der mittleren Kühe
Jungkuhfinale
Champions: Jüngere Kühe

Premiere mehr als gelungen

Der mit Spannung erwartete 1. NÖ Fleckvieh-Vereinscup, der nach einer Idee von Ernst Grabner, Zuchtleiter von NÖ-Genetik, abgehalten wurde, war auf allen Ebenen ein voller Erfolg. Präzise organisiert, perfekt abgelaufen, ein fachlich und rhetorisch versierter Preisrichter, hervorragende Fleckviehkühe, sowie sehr viele Besucher aus nah und fern waren die Komponenten dieser gelungenen Premiere.

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Der Vereinscup

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen 31 Rinderzuchtvereine aus Niederösterreich, die mit jeweils vier Kühen (einer Jungkuh, zwei Kühen mit zwei bis vier Abkalbungen und einer Kuh mit fünf und mehr Kälbern) gegeneinander antraten. In der ersten Runde kamen neun Gruppen mit jeweils drei und eine Gruppe mit vier Vereinen in den Ring. Der renommierte bayerische Preisrichter Josef Zieglgänsberger, Zuchtleiter vom Zuchtverband Mühldorf und Pfaffenhofen, hatte die Aufgabe, aus jeder Gruppe einen Verein auszuwählen, der in das Viertelfinale des Vereinscups aufstieg. Zusätzlich hatte der Preisrichter die Möglichkeit, vier Vereine, die in ihrer Gruppe knapp nicht zum Zug kamen, als „Lucky Looser“, also als glückliche Verlierer, in eine elfte Gruppe zu entsenden, aus der die zwei besten Vereine ebenfalls ins Viertelfinale aufsteigen durften. Somit standen 12 Vereine im Viertelfinale. Ins Halbfinale stiegen die Rinderzuchtvereine Amstetten, Haag, Kirchberg (Pielachtal), Neulengbach, Persenbeug und Scheibbs auf. Im Finale standen sich dann die Vereine Amstetten, Scheibbs und Persenbeug gegenüber. Zum Sieger kürte der Preisrichter schlussendlich den Rinderzuchtverein Persenbeug.

Niederösterreichische Fleckviehlandesschau

Gleichzeitig bot der Vereinscup die Möglichkeit, die niederösterreichischen Fleckvieh-Landeschampions zu ermitteln. Dazu wurde der Preisrichter beauftragt, aus jeder der zwölf Gruppen in der ersten Runde eine Jungkuh, zwei Kühe mit 2 bis 4 Abkalbungen, eine Kuh mit fünf und mehr Abkalbungen, sowie die Kuh mit dem bestem Euter ins Finale der Landesentscheidungen jung, mittel, alt und „bestes Euter“ zu schicken.

Jungkuhchampion

Bei den Erstlingskühen fand Josef Zieglgänsberger mit der GS WOYZEK-Tochter HELM (MV: Wille) von Bernhard Zehethofer, Winklarn/RZV Amstetten eine klare Siegerin. Die sehr harmonische Jungkuh bewegte sich auf einem perfekten Fundament und zeigte ein modernes Jungkuheuter. Reservechampion wurde die elegante, rahmige RALDI-Tochter SAMIRA (MV: GS Othello) von Maria Pichler, Artstetten-Pöbring/RZV Melk Nord. Gute Verbindungen und ein hoch angesetztes Euter mit klaren Vorteilen im Voreuterbereich zeichneten diese Jungkuh aus.

Finale der Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen

Bei den Kühen mit zwei bis vier Kälbern setzte sich die äußerst harmonische Zweitkalbskuh SELLI durch, eine GS VERSETTO-Tochter (MV: GS Rawalf) von Anita und Christian Viertlmayer, Euratsfeld/RZV Amstetten. Sie überzeugte mit besten Verbindungen, guter Bemuskelung und sicherem Fundament. Glanzpunkt der Kuh war das breit angelegte, lange und gut ausbalancierte Euter. Zum Reservechampion der mittleren Kuhklasse wählte der Preisrichter die große und breite GS WOYZEK-Tochter ODIZE (MV: GS Dionis) von Regina und Michael Heindl, Hofstetten-Grünau/ RZV Kirchberg bzw. Pielachtal. Die große und breite Drittkalbskuh zählte zu den beeindruckendsten Kühen der Schau und überzeugte mit viel Eleganz und Traumfundament.

Landessieg der älteren Kühe

Den Landessieg der Kühe mit fünf und mehr Abkalbungen holte sich die GS MARGINAL-Tochter GLERA (MV: Ress) von Rosemarie und Josef Pechhacker, Ybbsitz/RZV Waidhofen an der Ybbs. GLERA präsentierte sich nach sechs Kälbern im perfekten Doppelnutzungstyp ohne Verbrauchserscheinungen und mit sicherem Fundament. Die Reservesiegerin, die Achtkalbskuh NADINE (GS Rau x GS Stahl) von Waltraud Fried, Oberndorf an der Melk/RZV Scheibbs beeindruckte mit einem überragend starken Körper, sowie einem unglaublich unverbrauchten Euter. Dieses Traumeuter, wie es der Preisrichter nannte, sicherte ihr auch den Titel „bestes Euter“. Der Reservetitel dieser Kategorie ging an die Zweitkalbskuh ELSA, eine Kombination GS Wals x GS Polari von der Strasser Gesnbr, Bergland/RZV Ybbs. Sie brillierte mit ihrem hochsitzenden, langgezogenen Euterkörper.

Alles in allem war es eine großartige, spannende Veranstaltung, die vermutlich nicht die letzte ihrer Art bleiben wird. FLECKVIEH AUSTRIA gratuliert dem Team rund um Ernst Grabner zur erfolgreichen Einführung einer etwas anderen Art von Rinderschau und natürlich ganz herzlich den Siegern.

Bilder und Text: Peter und Barbara Stückler