Braunviehtag 2018 stand im Zeichen der Veränderung

Zahlreiche Züchterinnen und Züchter, sowie viele Jungzüchter sind der Einladung gefolgt und nahmen am 03. März in der Berglandhalle am Braunviehtag 2018 teil.

Gastreferent Robert Pesenhofer aus der Steiermark.

Braunviehobmann Anton Wagner konnte zahlreiche Persönlichkeiten aus der Rinderzucht begrüßen, darunter den Nö. Genetik Geschäftsführer Karl Zottl und seinen Obmann Leopold Buchegger sowie Zuchtleiter Ernst Grabner. Besonders erfreulich war, dass ARGE Braunvieh Geschäftsführer Reinhard Winkler und ARGE Braunvieh Obmann Thomas Schweigl die weite Anreise aus Tirol nicht gescheut haben. Mit Florian Sommer war auch ein Vertreter der Jungzüchter unter den Anwesenden. Am Ende seiner Begrüßung stellte Obmann Wagner der Züchterschaft den Gastreferenten, Robert Pesenhofer, aus der Steiermark vor.

Anschließend berichtete Geschäftsführer Karl Zottl aus dem Verbandsgeschehen und erläuterte verschiedene Abläufe beim Export und versuchte den Züchtern die Preisentwicklung bei den Exporten zu erklären. Wichtig dabei war, dass Tiere die bei der Anlieferung in die Berglandhalle an Trichophytie (Glatzflechte) leiden, wieder nach Hause geschickt werden. Danach berichtete Ernst Grabner zum Thema gezielte Paarung. Niederösterreich kann im Vergleich zu den anderen Bundesländern die Population mit dem höchsten Gesamtzuchtwert in Österreich aufweisen. „Darauf sind wir sehr stolz“, so Grabner und informierte die Züchter darüber, dass Zuchtprodukte aus Niederösterreich wie GS SINATRA und GS HUVI international gefragt sind.

Mit dem Titel „Klauenpflege – Was darf heute als Standard gesehen und erwartet werden?“ startete der Obmann der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Klauenpflege sein Referat. Anhand von vielen Abbildungen veranschaulichte er dem Publikum, welche Fehler teilweise bei der Klauenpflege gemacht werden und wie man sie beseitigen kann. Er wies das Publikum darauf hin, dass Braunvieh eine längere Klaue hat, als alle anderen Rassen und deshalb in der Praxis oft zu kurz geschnitten wird. Pesenhofer sagte auch, dass die Dokumentation bei der Klauenpflege ein wichtiger Schritt am Weg zum Erfolg ist. Dabei stellte er das Projekt „Klauen Q Wohl“ vor, mit dem die Landwirte in Zukunft konfrontiert werden.

Als nächstes stand der Rückblick auf das Jahr 2017 am Programm. Zuchtberater Gregor Schaubmair berichtete über Milchleistungen, Zuchtviehabsatz und Veranstaltungen. Für die besten Leistungen wurden Spermagutscheine verteilt. Ein besonderer Dank dafür gilt der Firma Best Genetics, die uns dafür Spermagutscheine im Gesamtwert von 650 Euro zur Verfügung gestellt hat. Die Besitzer der Siegerkühe bei der Braunviehlandesschau wurden ebenfalls geehrt. Danach berichtete Florian Sommer von den Aktivitäten der Jungzüchter und machte Werbung für die Jungzüchtercamps im Sommer.

Nachdem Gregor Schaubmair das derzeitige Samenausgabeprogramm vorgestellt hatte, standen die Neuwahlen am Programm. Anton Wagner berichtete aus seiner 17 jährigen Laufbahn als Braunviehobmann und bedankte sich bei seinen Wegbegleitern. Danach übergab er den Vorsitz an Leopold Buchegger und die Neuwahlen wurden durchgeführt. Der Wahlvorschlag für den Obmann und dessen Stellvertreter mit Fritz Hagler und Johann Lindner wurde angenommen und per Hand einstimmig gewählt. Die beiden nahmen die Wahl an und bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Fritz Hagler ist nun neuer Braunviehobmann und Johann Lindner sein Stellvertreter. Hagler schilderte den Züchtern seine Anliegen in der Braunviehzucht für die Zukunft und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Züchtern und dem NÖ Genetik Rinderzuchtverband. Bevor die neuen 100.000 Liter Kühe mit einem Ehrendiplom und einige Betriebe mit dem Management Award von Braunvieh Austria geehrt wurden, bedankte sich ARGE Obmann Thomas Schweigl bei Anton Wagner für die langjährige Zusammenarbeit und für die tolle Arbeit, die er für die Braunviehzucht geleistet hat.

Im Anschluss an die Versammlung durften wir bei einem gemeinsamen Mittagessen noch einige gemütliche Stunden zusammen verbringen.

Gregor Schaubmair