Marktbericht Versteigerung Zwettl am 20.01.2021

Hervorragende Nachfrage nach Zuchtrindern!

teuerste Erstlingskuh V:HAZARI vom Zuchtbetrieb Bitzinger Gnbr aus Böhmsdorf
MINT-Tochter SELMA vom Zuchtbetrieb Anton Hofstätter aus Hausbach; Zuschlagpreis: 2.260,- Euro

Am 20. Jänner 2021 fand bei schönem, milden Winterwetter die erste Zuchtrinderversteigerung des heurigen Jahres in Zwettl statt.

Von den 53 angebotenen Zuchtkälbern konnten alle restlos abgesetzt werden. Die Nachfrage nach gut entwickelten Zuchtkälbern durch die Aufzuchtbetriebe ist in guter Weise gegeben. Der Durchschnittspreis der Kälber lag bei einem Durchschnittsgewicht von 121kg bei 545,- Euro, was einem Kilopreis von 4,50 Euro je Kilo entspricht. Ein Zuchtkalb mit einer sehr interessanten genetischen Abstammung war dem Käufer 690,- Euro wert. Das Kalb mit Vater GS DEFACTO und Muttervater WOBBLER stammt aus dem Zuchtbetrieb von Johann Nachfoerg aus Troibetsberg.

Die große Nachfrage bei den Erstlingskühen traf auf ein sehr niedriges Angebot, sodass auch in dieser Kategorie Höchstpreise erzielt werden konnten. Die zum Verkauf angebotenen Kühe erzielten fast ausnahmslos Preise jenseits der 2.000,- Euro Grenze. Eine HAZARI-Tochter vom Zuchtbetrieb Bitzinger Gnbr aus Böhmsdorf konnte mit ihrer Eleganz überzeugen und erzielte den höchsten Preis mit 2.320,- Euro. Der Durchschnittspreis aller Erstlingskühe war mit 2.105,- Euro diesmal wieder mehr als zufriedenstellend. Der Markt hätte auch ein weitaus höheres Angebot an Erstlingskühen vertragen und die Verkäufer sollten das Angebot in dieser Kategorie bei den nächsten Versteigerungen erhöhen.

Wesentlich lebhafter gestaltete sich auch der Verkauf der trächtigen Kalbinnen. Vor allem für Kalbinnen mit guter Mutterleistung und gutem Gewicht konnten sehr gute Preise erzielt werden. Der Durchschnittspreis lag bei hervorragenden 1.964,- Euro. Die meisten angebotenen Kalbinnen wurden wieder durch die anwesenden Firmen Schalk, Genetic Austria und Klinger angekauft. Auch einige inländische Landwirte erwarben statt einer Erstlingskuh wieder eine Kalbin um ihre Zuchtviehnachfrage zu decken.

Ing. Gerald Pollak

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