Marktbericht Versteigerung Zwettl 11.01.2023

Hohe Nachfrage nach trächtigen Kalbinnen!

GS W1-Tochter LYSOFORM war die teuerste Erstlingskuh mit 2.740,- Euro Zuschlagpreis.
Die teuerste Kalbin war die GS ZARAS-Tochter ERNI mit 2.960,- Verkaufserlös.

Die erste Zuchtrinderversteigerung in NÖ im neuen Kalenderjahr fand am 11.01.2023 in der Tierzuchthalle in Zwettl statt.


Sehr niedrig war die Anzahl der zum Verkauf angebotenen Zuchtkälber. Die 22 verkauften Kälber hatten ein Durchschnittsgewicht von 111 kg und erlösten durchschnittlich 519,- Euro netto. Das entspricht einem Kilopreis von 4,68 Euro je Kilogramm. Ein entwöhntes Zuchtkalb mit dem Vater Wüstensohn erzielte den höchsten Zuschlagpreis mit 630,- Euro.

Gut gestaltete sich wiederum der Absatz bei den Erstlingskühen, wenngleich die Toppreise von den vergangenen Märkten nicht erreicht werden konnten. Der Durchschnittspreis der Erstlingskühe lag bei 2.317,- Euro, wobei sich die Preisbildung qualitätsbetonter gestaltete. Für eine leistungsstarke GS W1-Tochter mit 36 kg garantierter Tagesmilchmenge wurde mit 2.740,-Euro der höchste Preis geboten. Verkäufer dieser Erstlingskuh war der Zuchtbetrieb Bauer Hannes u. Monika aus Haslau.


Hervorragend waren die Verkaufserlöse bei den trächtigen Kalbinnen. Vor allem Kalbinnen, welche ein Kaufinteresse bei den Käufern aus Algerien wecken konnten, erzielten Toppreise.  Voraussetzung dafür sind ein entsprechendes Gewicht und mindestens eine Trächtigkeit von 4 Monaten. Kalbinnen mit einer schwächeren körperlichen Entwicklung konnten nur mit entsprechenden Preisabschlägen abgesetzt werden. Im Durchschnitt konnten die Kalbinnen zu einem Preis von 2.424,- Euro verkauft werden. Den Höchstpreis sicherte sich eine gut genomtypisierte GS ZARAS-Tochter mit 2.950,- Euro Zuschlagpreis aus dem Zuchtbetrieb Glassner Martina u. Paul aus Teichmanns. Die meisten Kalbinnen wurden wieder durch die anwenden Exportfirmen Klinger, Schalk, Genetic Austria und Genostar erworben. Die Marktaussichten für trächtige Kalbinnen sind derzeit sehr gut und sollten von den Züchtern genutzt werden.

 

Ing. Gerald Pollak

 

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